DOCA0258DE-00

Modbus-TCP/IP-Protokollprinzip

Überblick

Das Modbus TCP/IP Protokoll ist ein Client- oder Server-Protokoll.

A Client (PLC, PC oder Kommunikationsmodul)
B Abgeschirmtes Twisted-Pair-Ethernet-Kabel der Kategorie fünf mit RJ45 -Stecker
C Server (LTMT main unit)
D Ethernet-Switch

Der Client verwaltet und initiiert den Datenaustausch. Er fragt die einzelnen Servers nacheinander ab. Die Server können nur eine Nachricht senden, wenn sie dazu aufgefordert werden.

Der Client wiederholt die Anfrage, wenn ein fehlerhafter Austausch auftritt, und erklärt den abgefragten Server für nicht verfügbar, wenn innerhalb eines bestimmten Zeitraums keine Antwort empfangen wird.

Wenn ein Server eine Nachricht nicht versteht, erfolgt keine Aktion. Es sendet eine Ausnahmeantwort an den Client, wenn eine Nachricht verstanden wird, jedoch Fehler enthält, oder wenn der Server die Anfrage nicht bearbeiten kann (z. B. aufgrund von Ressourcenproblemen). Der Client sendet die Anfrage möglicherweise erneut.

HINWEIS: Weitere Informationen zu Modbus Funktionscodes finden Sie auf der Website https://www.modbus.org/Modbus-specifications.

Modbus TCP/IP-Nachrichtenübertragung

Modbus TCP/IP ist das in TCP eingebundene Modbus-Protokoll. Das Modbus TCP/IP Kommunikationsprotokoll kombiniert:

  • Modbus Anwendungsschichtprotokoll (Schicht 7 des OSI Modells), das die Nachrichtenstruktur für die Organisation und Interpretation von Daten bereitstellt.

  • TCP Transportschichtprotokoll (Schicht 4 des TCP/IP Stack), das ein Übertragungsmedium für die Kommunikation zwischen Geräten in einem Ethernet Netzwerk bereitstellt.

Der TCP Rahmen mit eingebetteten Modbus Daten, wird über TCP an den Systemport 502 gesendet, der ausschließlich für Modbus Anwendungen reserviert ist, und einem TCP/IP Ethernet Datenpaket für die Netzwerkübertragung hinzugefügt.

Virtuelle Verbindungen

Obwohl je nach Netzwerktopologie entweder eine oder zwei physische Verbindungen zwischen einem Client und einem Server bestehen können, unterstützt Modbus TCP/IP die Verwendung mehrerer virtueller Verbindungen.

Eine virtuelle Verbindung oder ein Socket kombiniert:

  • Client IP Adresse (z. B. der Modbus TCP/IP Client)

  • Eindeutiger Port auf dem Server

  • Server IP (der LTMT main unit Server)

  • Einzigartiger Port auf dem Client

  • TCP Protokoll

Modbus TCP/IP unterstützt die folgenden Client- oder Server-Transaktionen:

Art der Transaktion

Beschränkung der Anzahl gleichzeitiger virtueller Verbindungen

Modbus

Maximal acht Anschlüsse

  • Modbus TCP/IP unterstützt bis zu acht gleichzeitige Verbindungen.

    HINWEIS: Eine neue Verbindung ist nicht zulässig, wenn bereits acht Verbindungen bestehen.

QR Code is a registered trademark of DENSO WAVE INCORPORATED in Japan and other countries.

War das hilfreich für Sie?