DOCA0127DE-03

Mess- und Überwachungsfunktionen

Überblick

Zur Unterstützung der Schutzfunktionen für Strom-, Temperatur- und Erdschlussstrom-Auslösungen bietet der LTMR-Controller entsprechende Stromerfassungs-, Messungs- und Überwachungsfunktionen. Wenn der LTME-Controller an ein LTMR-Erweiterungsmodul angeschlossen ist, ermöglicht er außerdem eine Spannungs- und Leistungsmessung.

Messung

Übersicht

Auf Basis dieser Messungen führt der LTMR-Controller Schutz-, Steuer-, Überwachungs- und Logikfunktionen aus. Die einzelnen Messungen werden in diesem Abschnitt im Detail behandelt.

Die Messungen sind über folgende Geräte zugänglich:

  • einen PC, auf dem SoMove mit dem TeSys T DTM läuft

  • ein HMI-Gerät

  • eine SPS über den Netzwerk-Port

Netzströme

Beschreibung

Der LTMR-Controller misst die Netzströme und liefert den Wert jeder Phase in Ampere sowie als Prozentsatz des Volllaststroms (FLC).

Die Funktion „Netzströme“ meldet den Strommittelwert in Ampere für die Phasenströme der drei Stromwandlereingänge zurück:

  • L1: Strom Phase 1

  • L2: Strom Phase 2

  • L3: Strom Phase 3

Der LTMR-Controller führt echte Berechnungen der Strommittelwerte für Netzströme bis zur siebten Harmonischen durch.

Der Einphasenstrom wird an L1 und L3 gemessen.

Merkmale der Netzströme

Die Funktion „Netzströme“ umfasst folgende Merkmale:

Merkmal

Wert

Einheit

A

Genauigkeit

  • +/– 1 % für Versionen mit 8 A und 27 A

  • +/– 2 % für Versionen mit 100 A

Auflösung

0,01 A

Aktualisierungsrate

100 ms

Netzstromverhältnis

Der Parameter für das Stromverhältnis L1, L2 und L3 liefert den Phasenstrom als Prozentsatz des Volllaststroms FLC.

Formeln für das Netzstromverhältnis

Der Wert des Netzstroms für die Phase wird mit der FLC-Parametereinstellung verglichen, wobei der Volllaststrom FLC1 oder FLC2 ist, je nachdem, welcher Wert zu dem Zeitpunkt aktiv ist.

Berechneter Messwert

Formel

Netzstromverhältnis

100 x Ln/FLC

Wobei:

  • FLC = Parametereinstellung für FLC1 oder FLC2, je nachdem, welche Einstellung zu dem Zeitpunkt aktiv ist.

  • Ln = Stromwert L1, L2 oder L3 in Ampere

Merkmale des Netzstromverhältnisses

Die Funktion „Netzstromverhältnis“ umfasst folgende Merkmale:

Merkmal

Wert

Einheit

% von FLC

Genauigkeit

Siehe Merkmale der Netzströme

Auflösung

1 % FLC

Aktualisierungsrate

100 ms

Erdschlussstrom

Beschreibung

Der LTMR-Controller misst Erdschlussströme und liefert die entsprechenden Werte in Ampere sowie als Prozentsatz von FLCmin.

  • Der interne Erdschlussstrom (Igr∑) wird vom LTMR-Controller anhand der von den drei Laststromwandlern gemessenen Netzströme berechnet. Der Wert ist 0, wenn der Strom unter 10 % von FLCmin abfällt.

  • Der externe Erdschlussstrom (Igr) wird vom Stromsensor für externe Erdschlussströme gemessen, der an die Klemmen Z1 und Z2 angeschlossen ist.

Konfigurierbare Parameter

Die Steuerkanal-Konfiguration hat folgende konfigurierbare Parametereinstellungen:

Parameter

Einstellbereich

Werkseinstellung

Erdschlussstrom - Modus

  • Intern

  • Extern

Intern

% Erdschlussstrom

  • Keiner

  • 100:1

  • 200:1,5

  • 1000:1

  • 2000:1

  • Anderes Verhältnis

Keiner

Erdstromwandler – Primärstrom

  • 1–65.535

1

Erdstromwandler – Sekundärstrom

  • 1–65.535

1

Formel für den externen Erdschlussstrom

Der Wert des externen Erdschlussstroms hängt von folgenden Parametereinstellungen ab:

Berechneter Messwert

Formel

Externer Erdschlussstrom

(Strom durch Z1-Z2) x (Erdstromwandler - Primärstrom) / (Erdstromwandler-Sekundärstrom)

Merkmale des Erdschlussstroms

Die Funktion „Erdschlussstrom“ hat folgende Merkmale:

Kenndaten

Wert

Interner Erdschlussstrom (IgrΣ)

Externer Erdschlussstrom (Igr)

Einheit

A

A

Genauigkeit

LTMR 08xxx

Igr ≥ 0,3 A

+/– 10 %

Der höhere Wert von +/– 5 % oder +/– 0,01 A

0,2 A ≤ Igr ≤ 0,3 A

+/– 15 %

0,1 A ≤ Igr ≤ 0,2 A

+/– 20 %

Igr < 0,1 A

N/A

*

LTMR 27xxx

Igr ≥ 0,5 A

+/– 10 %

0,3 A ≤ Igr ≤ 0,5 A

+/– 15 %

0,2 A ≤ Igr ≤ 0,3 A

+/– 20 %

Igr < 0,2 A

N/A

*

LTMR 100xxx

Igr ≥ 1,0 A

+/– 10 %

0,5 A ≤ Igr ≤ 1,0 A

+/– 15 %

0,3 A ≤ Igr ≤ 0,5 A

+/– 20 %

Igr < 0,3 A

N/A

*

Auflösung

0,01 A

0,01 A

Aktualisierungsrate

100 ms

100 ms

% Erdschlussstrom

Der Parameter „Erdschlussstrom - Verhältnis“ liefert den Erdschlussstromwert als Prozentsatz von FLCmin.

Formeln für Erdschlussstrom - Verhältnis

Der Erdschlussstromwert wird mit FLCmin verglichen.

Berechneter Messwert

Formel

Erdschlussstrom - Verhältnis

100 x Erdschlussstrom / FLCmin

Merkmale des Erdschlussstrom-Verhältnisses

Die Funktion „Erdschlussstrom - Verhältnis“ hat folgende Merkmale:

Kenndaten

Wert

Einheit

0–2.000 % von FLCmin

Genauigkeit

Siehe Merkmale des Erdschlussstroms

Auflösung

0,1 % FLCmin

Aktualisierungsrate

100 ms

Strommittelwert

Beschreibung

Der LTMR-Controller berechnet den Strommittelwert und liefert den Wert der Phase in Ampere sowie als Prozentsatz des Volllaststroms FLC.

Die Funktion „Strommittelwert“ gibt das arithmetische Mittel für den Strommittelwert wieder. Der Wert 0 wird zurückgegeben, wenn der Strommittelwert unter 20 % von FLCmin liegt.

Formel für „Strommittelwert“

Der LTMR-Controller berechnet den Strommittelwert anhand der gemessenen Netzströme. Die Messwerte werden anhand der folgenden Formel intern summiert:

Berechneter Messwert

Formel

Strommittelwert, dreiphasiger Motor

Iavg = (L1 + L2 + L3) / 3

Strommittelwert, einphasiger Motor

Iavg = (L1 + L3) / 2

Merkmale des Strommittelwerts

Die Funktion „Strommittelwert“ hat folgende Merkmale:

Merkmal

Wert

Einheit

A

Genauigkeit

  • +/– 1 % für Versionen mit 8 A und 27 A

  • +/– 2 % für Versionen mit 100 A

Auflösung

0,01 A

Aktualisierungsrate

100 ms

Strommittelwert-Verhältnis

Der Parameter „Strommittelwert – Verhältnis“ liefert den Strommittelwert als Prozentsatz des Volllaststroms.

Formel für „Strommittelwert – Verhältnis“

Der Strommittelwert für die Phase wird mit der FLC-Parametereinstellung verglichen, wobei der Volllaststrom FLC1 oder FLC2 ist, je nachdem, welcher Wert zu dem Zeitpunkt aktiv ist.

Berechneter Messwert

Formel

Strommittelwert - Verhältnis

100 x lavg / FLC

Wobei:

  • FLC = Parametereinstellung für FLC1 oder FLC2, je nachdem, welche Einstellung zu dem Zeitpunkt aktiv ist.

  • lavg = Strommittelwert in Ampere

Merkmale von „Strommittelwert – Verhältnis“

Die Funktion „Strommittelwert – Verhältnis“ hat folgende Merkmale:

Merkmal

Wert

Einheit

% von FLC

Genauigkeit

Siehe Merkmale des Strommittelwerts

Auflösung

1 % FLC

Aktualisierungsrate

100 ms

Strom - Phasenunsymmetrie

Beschreibung

Die Funktion „Strom – Phasenunsymmetrie“ misst den maximalen Prozentsatz der Abweichung zwischen dem Strommittelwert und den individuellen Phasenströmen.

Formeln

Die Messung der Stromphasenunsymmetrie basiert auf einem Unsymmetrieverhältnis, das nach folgenden Formeln berechnet wird:

Berechneter Messwert

Formel

Unsymmetrieverhältnis des Stroms in Phase 1 (in %)

Ii1 = (| L1 - Iavg | x 100) / Iavg

Unsymmetrieverhältnis des Stroms in Phase 2 (in %)

Ii2 = (| L2 - Iavg | x 100) / Iavg

Unsymmetrieverhältnis des Stroms in Phase 3 (in %)

Ii3 = (| L3 - Iavg | x 100) / Iavg

Unsymmetrieverhältnis des Stroms für drei Phasen (in %)

Iimb = Max(Ii1, Ii2, Ii3)

Kenndaten

Die Funktion „Netzstromunsymmetrie“ umfasst folgende Merkmale:

Merkmal

Wert

Einheit

%

Genauigkeit

  • +/- 1,5 % für Versionen mit 8 A und 27 A

  • +/– 3 % für Versionen mit 100 A

Auflösung

1%

Aktualisierungsrate

100 ms

Wärmegrenzleistungsniveau

Beschreibung

Die Funktion „Wärmegrenzleistung – Niveau“ verwendet zwei thermische Modelle, um die Höhe der verwendeten Wärmegrenzleistung zu berechnen: eines für die Kupferstator- und Rotorwindungen des Motors und das andere für den Eisenrahmen des Motors. Das Wärmemodell mit der maximal genutzten Leistung wird aufgezeichnet.

Außerdem schätzt die Funktion folgende Faktoren und zeigt diese an:

Merkmale des Auslösestroms

Die Funktion „Wärmegrenzleistung – Niveau“ verwendet die folgenden, ausgewählten Merkmale für den Auslösestrom (TCC):

  • Eindeutige Zeit

  • Invers therm. (Werkseinstellung)

Modelle für das Wärmegrenzleistungsniveau

Sowohl das Kupfer- als auch das Eisenmodell verwenden den maximal gemessenen Phasenstrom und den Parameterwert für Motorauslösung, um ein nicht skaliertes thermisches Bild zu erzeugen. Das gemeldete Wärmegrenzleistungsniveau wird durch Skalierung des thermischen Abbildes anhand des Volllaststroms (FLC) berechnet.

Merkmale des Wärmegrenzleistungsniveaus

Die Funktion „Wärmegrenzleistung - Niveau“ umfasst folgende Merkmale:

Kenndaten

Wert

Einheit

%

Genauigkeit

+/– 1%

Auflösung

1%

Aktualisierungsrate

100 ms

Motortemperaturfühler

Beschreibung

Die Funktion „Motor Temperaturfühler“ zeigt Folgendes an:

  • Den Widerstandswert in ohms; gemessen von einem PTC- oder NTC-Temperaturfühler

  • Die Temperatur in °C oder °F; gemessen von einem PT100-Temperaturfühler

Informationen zu dem jeweils verwendeten Temperaturfühler finden Sie in der entsprechenden Produktdokumentation. Einer von vier Temperaturfühlertypen kann verwendet werden:

  • PTC binär

  • PT100

  • PTC analog

  • NTC analog

Kenndaten

Die Funktion „Motor Temperaturfühler“ verfügt über folgende Merkmale:

Merkmal

PT100 Temperaturfühler

Anderer Temperaturfühler

Einheit

°C oder °F, je nach Wert des Parameters „HMI-Anzeige - Temperaturfühler Grad CF“

Ω

Genauigkeit

+/- 2%

+/– 2%

Auflösung

1°C oder 1°F

0.1 Ω

Aktualisierungsrate

500 ms

500 ms

Frequenz

Beschreibung

Die Funktion „Frequenz“ liefert den gemessenen Wert auf der Grundlage der Netzspannungsmessungen. Wenn die Frequenz instabil ist (Schwankungen von +/- 2 Hz), wird der Wert 0 gemeldet, bis sich die Frequenz stabilisiert.

Wenn kein LTME-Erweiterungsmodul vorhanden ist, ist der Frequenzwert gleich 0.

Kenndaten

Die Funktion „Frequenz“ umfasst folgende Merkmale:

Merkmal

Wert

Einheit

Hz

Genauigkeit

+/– 2%

Auflösung

0,1 Hz

Aktualisierungsrate

30 ms

Leiterspannungen

Beschreibung

Die Funktion „Leiterspannung“ liefert das quadratische Mittel der Spannung zwischen den einzelnen Phasen (V1 zu V2, V2 zu V3 und V3 zu V1):

  • L1-L2-Spannung: Spannung Phase 1 zu Phase 2

  • L2-L3-Spannung: Spannung Phase 2 zu Phase 3

  • L3-L1-Spannung: Spannung Phase 3 zu Phase 1

Das Erweiterungsmodul führt echte Berechnungen des quadratischen Mittels für Leiterspannungen bis zur siebten Harmonischen durch.

Die Einphasenspannung wird an L1 und L3 gemessen.

Kenndaten

Die Funktion „Leiterspannung“ umfasst folgende Merkmale:

Merkmal

Wert

Einheit

VAC

Genauigkeit

+/- 1%

Auflösung

1 VAC

Aktualisierungsrate

100 ms

Netzspannungsunsymmetrie

Beschreibung

Die Funktion „Spannung – Phasenunsymmetrie“ zeigt den maximalen Prozentsatz der Abweichung zwischen dem Spannungsmittelwert und den einzelnen Leiterspannungen an.

Formeln

Der berechnete Wert der Phasenunsymmetrien basiert auf folgenden Formeln:

Berechneter Messwert

Formel

Unsymmetrieverhältnis der Spannung in Phase 1 in %

Vi1 = 100 x | V1 - Vavg | / Vavg

Unsymmetrieverhältnis der Spannung in Phase 2 in %

Vi2 = 100 x | V2 - Vavg | / Vavg

Unsymmetrieverhältnis der Spannung in Phase 3 in %

Vi3 = 100 x | V3 - Vavg | / Vavg

Unsymmetrieverhältnis der Spannung für drei Phasen in %

Vimb = Max (Vi1, Vi2, Vi3)

Wobei:

  • V1 = L1-L2-Spannung (Spannung Phase 1 zu Phase 2)

  • V2 = L2-L3-Spannung (Spannung Phase 2 zu Phase 3)

  • V3 = L3-L1-Spannung (Spannung Phase 3 zu Phase 1)

  • Vavg = Spannungsmittelwert

Kenndaten

Die Funktion „Spannung - Phasenunsymmetrie“ umfasst folgende Merkmale:

Merkmal

Wert

Einheit

%

Genauigkeit

+/– 1,5 %

Auflösung

1 %

Aktualisierungsrate

100 ms

Spannungsmittelwert

Beschreibung

Der LTMR-Controller berechnet den Spannungsmittelwert und gibt den Wert in Volt an. Die Spannungsmittelwertfunktion gibt den Effektivwert des Spannungsmittels aus.

Formeln

Der LTMR-Controller berechnet das Spannungsmittel anhand der gemessenen Außenleiterspannungen. Die Messwerte werden anhand der folgenden Formel intern summiert:

Berechneter Messwert

Formel

Spannungsmittelwert, dreiphasiger Motor

Uavg = (Spannung L1-L2 + Spannung L2-L3 + Spannung L3-L1) / 3

Spannungsmittelwert, 1-phasiger Motor

Uavg = Spannung L3-L1

Eigenschaften

Die Spannungsmittelwertfunktion zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

Kenndaten

Wert

Einheit

VAC

Genauigkeit

+/– 1 %

Auflösung

1 VAC

Aktualisierungsrate

100 ms

Leistungsfaktor

Beschreibung

Die Funktion „Leistungsfaktor“ zeigt die Phasenverschiebung zwischen den Phasenströmen und den Phasenspannungen an.

Formel

Der Parameter „Leistungsfaktor“ – auch als „Kosinus Phi (oder cos ϕ) bezeichnet – stellt den absoluten Wert des Verhältnisses zwischen Wirkleistung und Scheinleistung dar.

Das folgende Schaubild zeigt ein Beispiel für die Sinuskurve des quadratischen Strommittelwerts mit einem geringen Nachlauf gegenüber der Sinuskurve für den quadratischen Spannungsmittelwert sowie den Unterschied im Phasenwinkel der beiden Kurven:

Nach der Messung des Phasenwinkels (ϕ) kann der Leistungsfaktor als Kosinusfunktion des Phasenwinkels (ϕ) berechnet werden, d. h. als Verhältnis der Seite „a“ (Wirkleistung) gegenüber der Hypotenuse „h“ (Scheinleistung):

Eigenschaften

Die Funktion „Leistungsfaktor“ umfasst folgende Merkmale:

Kenndaten

Wert

Genauigkeit

+/- 10 % für cos ϕ ≥ 0,6

Auflösung

0,01

Aktualisierungsrate

30 ms (typischer Wert)*

Wirkleistung und Blindleistung

Beschreibung

Die Berechnung von Wirk- und Blindleistung basiert auf folgenden Werten:

  • quadratisches Mittel der Phasenspannung von L1, L2, L3

  • quadratisches Mittel des Phasenstroms von L1, L2, L3

  • Leistungsfaktor

  • Anzahl Phasen

Formeln

Die Wirkleistung, auch als Echtleistung bezeichnet, misst das quadratische Mittel des Leistungsmittelwerts. Sie leitet sich aus folgenden Formeln ab:

Berechneter Messwert

Formel

Wirkleistung für einen dreiphasigen Motor

√3 x lavg x Vavg x cosϕ

Wirkleistung für einen einphasigen Motor

lavg x Vavg x cosϕ

Wobei:

  • Iavg = quadratisches Mittel des Stromwerts

  • Vavg = quadratisches Mittel des Spannungswerts

Die Messung der Blindleistung leitet sich aus folgenden Formeln ab:

Berechneter Messwert

Formel

Blindleistung für einen dreiphasigen Motor

√3 x lavg x Vavg x sinϕ

Blindleistung für einen einphasigen Motor

lavg x Vavg x sinϕ

Wobei:

  • Iavg = quadratisches Mittel des Stromwerts

  • Vavg = quadratisches Mittel des Spannungswerts

Kenndaten

Die Funktionen „Wirkleistung“ und „Blindleistung“ verfügen über folgende Merkmale:

Merkmal

Wirkleistung

Blindleistung

Einheit

kW

kVAR

Genauigkeit

+/- 15 %

+/- 15 %

Auflösung

0,1 kW

0,1 kVAR

Aktualisierungsrate

100 ms

100 ms

Wirkleistungsaufnahme und Blindleistungsaufnahme

Beschreibung

Die Funktionen „Wirkleistung – Aufnahme“ und „Blindleistung – Aufnahme“ zeigen den akkumulierten Gesamtwert der erbrachten und von der Last aufgenommenen elektrischen Wirk- und Blindleistung an.

Eigenschaften

Die Funktionen „Wirkleistung - Aufnahme“ und „Blindleistung - Aufnahme“ verfügen über folgende Merkmale:

Kenndaten

Wirkleistungsaufnahme

Blindleistungsaufnahme

Einheit

kWh

kVARh

Genauigkeit

+/– 15 %

+/– 15 %

Auflösung

1 kWh

1 kVARh

Aktualisierungsrate

100 ms

100 ms

System- und Geräteüberwachungsauslösungen

Überblick

Der LTMR-Controller und das LTME-Erweiterungsmodul erkennen Auslösungen, die die Funktionsfähigkeit des LTMR-Controllers beeinträchtigen (interne Prüfung des Controllers und Prüfung auf erkannte Kommunikations-, Verdrahtungs- und Konfigurationsfehler).

Die Datensätze der System- und Geräteüberwachungsauslösungen sind über folgende Geräte zugänglich:

  • einen PC, auf dem SoMove mit dem TeSys T DTM läuft

  • ein HMI-Gerät

  • eine SPS über den Netzwerk-Port

Controller – interne Auslösung

Beschreibung

Der LTMR-Controller erkennt Auslösungen, die im Gerät selbst auftreten, und zeichnet sie auf. Es wird zwischen geringfügigen und schwerwiegenden internen Auslösungen unterschieden. Geringfügige und schwerwiegende Auslösungen können den Status der Ausgangsrelais ändern. Eine interne Auslösung des LTMR-Controllers kann möglicherweise durch Aus- und Wiedereinschalten der Spannungsversorgung behoben werden.

Wenn eine interne Auslösung auftritt, wird der Parameter „Controller – Interne Auslösung“ gesetzt.

Schwerwiegende interne Auslösungen

Bei einer schwerwiegenden Auslösung ist der LTMR-Controller nicht mehr in der Lage, seine eigene Programmierung auszuführen und kann nur versuchen, sich selbst abzuschalten. Außerdem ist bei einer schwerwiegenden Auslösung keine Kommunikation mit dem LTMR-Controller möglich. Zu den schwerwiegenden internen Auslösungen gehören:

  • Stapelüberlauf-Auslösung

  • Stapelunterlauf-Auslösung

  • Timeout des Watchdog

  • Fehler in Firmware-Prüfsumme erkannt

  • festgestellter CPU-Fehler

  • Interne Temperaturauslösung (bei 100 °C/212 °F)

  • Fehler bei RAM-Prüfung erkannt

Geringfügige interne Auslösungen

Geringfügige interne Auslösungen weisen darauf hin, dass die vom LTMR-Controller zur Verfügung gestellten Daten unzuverlässig und die Schutzfunktionen eventuell beeinträchtigt sind. Bei einer geringfügigen Auslösung versucht der LTMR-Controller weiterhin, Status und Kommunikation zu überwachen, akzeptiert aber keine Startbefehle und benutzerdefinierte Logik-Funktionen werden ausgesetzt. Außerdem setzt der LTMR-Controller die Erkennung und Aufzeichnung schwerwiegender Auslösungen fort, nicht aber die Erkennung und Aufzeichnung von weiteren geringfügigen Auslösungen. Zu den geringfügigen internen Auslösungen gehören:

  • Interne Netzwerkkommunikationsauslösung

  • Erkannter EEPROM-Fehler

  • Erkannter Fehler – A/D außerhalb des Bereichs

  • Reset-Taster klemmt

  • Interne Temperaturauslösung (bei 85 °C/185 °F)

  • Erkannter Fehler – Ungültige Konfiguration (Konfigurationskonflikte)

  • Erkannte falsche Aktion der Logikfunktionen (zum Beispiel der Versuch, einen schreibgeschützten Parameter zu ändern)

Interne Controller-Temperatur

Beschreibung

Der LTMR-Controller überwacht seine eigene interne Controller-Temperatur und meldet Alarme sowie geringfügige und schwerwiegende Auslösungen. Die Auslösungserkennung kann nicht deaktiviert werden. Die Alarmerkennung kann aktiviert und deaktiviert werden.

Der Controller führt einen Datensatz mit dem höchsten Wert, der für die interne Temperatur erreicht wird.

Eigenschaften

Die Messwerte für „Controller - Interne Temperatur“ haben folgende Merkmale:

Kenndaten

Wert

Einheit

°C

Genauigkeit

+/- 4 °C (+/- 7,2 °F)

Auflösung

1 °C (1,8 °F)

Aktualisierungsrate

100 ms

Parameter

Die Funktion „Controller - Interne Temperatur“ hat einen bearbeitbaren Parameter:

Parameter

Einstellbereich

Werkseinstellung

Controller – Interne Temperatur – Alarm aktivieren

  • Aktivieren

  • Sperren

Aktivieren

Die Funktion „Controller – Interne Temperatur“ beinhaltet die folgenden festen Alarm- und Auslöseschwellenwerte:

Bedingung

Fester Schwellwert

Einstellparameter

Alarm interne Temperatur

80 °C (176 °F)

Controller – Alarm interne Temperatur

Interne Temperatur – Geringfügige Auslösung

85 °C (185 °F)

Controller – interne Auslösung

Interne Temperatur – Schwerwiegende Auslösung

100 °C (212 °F)

Eine Alarmbedingung wird aufgehoben, wenn die interne Temperatur des LTMR -Controllers auf unter 80 °C (176 °F) absinkt.

Blockschaltplan

T Temperatur

T > 80 °C (176 °F) Fester Alarmschwellenwert

T > 85 °C (185 °F) Fester Schwellenwert für geringfügige Auslösungen

T > 100 °C (212 °F) Fester Schwellenwert für schwerwiegende Auslösungen

Controller – Max. interne Temperatur

Der Parameter „Controller – Max. interne Temperatur“ enthält die höchste interne Temperatur in °C, die vom internen Temperaturfühler des LTMR-Controllers erfasst wird. Der LTMR-Controller aktualisiert diesen Wert jedes Mal, wenn er eine interne Temperatur oberhalb des aktuellen Werts misst.

Der Wert für die maximale interne Temperatur wird nicht gelöscht, wenn die werkseitigen Standardeinstellungen mit „Löschbefehl - Alles“ oder die Statistik mit „Löschbefehl - Statistik“ zurückgesetzt werden.

Steuerbefehle – Auslösungsdiagnose

Beschreibung

Der LTMR-Controller führt Diagnosetests aus, mit denen die ordnungsgemäße Funktion von Steuerbefehlen erfasst und überwacht wird.

Die Steuerbefehle enthalten vier Diagnosefunktionen:

  • Prüfung Startbefehl

  • Prüfung ausführen

  • Prüfung Stoppbefehl

  • Prüfung stoppen

Parametereinstellungen

Alle vier Diagnosefunktionen werden als Gruppe aktiviert und deaktiviert. Folgende Parametereinstellungen können konfiguriert werden:

Parameter

Einstellbereich

Werkseinstellung

Diagnose – Auslösung aktivieren

Ja / Nein

Ja

Diagnose – Alarm aktivieren

Ja / Nein

Ja

Prüfung Startbefehl

Die Prüfung des Startbefehls beginnt nach einem Startbefehl und veranlasst den LTMR-Controller, den Hauptschaltkreis zu überwachen, um den Stromfluss zu gewährleisten.

  • Die Prüfung des Startbefehls meldet eine Auslösung oder einen Alarm für den Startbefehl, wenn nach einer Verzögerung von einer Sekunde kein Strom erkannt wird.

  • Die Prüfung des Startbefehls endet, wenn der Motor am 1-Sekunden-Verzögerungspunkt den Start- oder Laufstatus (lavg > 20 % FLC) hat. Dann beginnt „Prüfung ausführen“.

Prüfung ausführen

Durch „Prüfung ausführen“ wird der LTMR-Controller veranlasst, den Hauptschaltkreis kontinuierlich zu überwachen, um den Stromfluss sicherzustellen.

  • „Prüfung ausführen“ meldet eine Auslösung oder einen Alarm, wenn der Phasenstrom-Mittelwert länger als 0,5 Sekunden ohne Stoppbefehl nicht erkannt wird.

  • „Prüfung ausführen“ endet, wenn ein Stoppbefehl ausgeführt wird.

Prüfung Stoppbefehl

Die Prüfung des Stoppbefehls beginnt nach einem Stoppbefehl und veranlasst den LTMR-Controller, den Hauptschaltkreis zu überwachen und sicherzustellen, dass kein Strom fließt.

  • Die Prüfung des Stoppbefehls meldet eine Auslösung oder einen Alarm, wenn nach einer Verzögerung von einer Sekunde fließender Strom erkannt wird.

  • Die Prüfung des Stoppbefehls endet, wenn der LTMR-Controller erkennt, dass der Strom gleich oder weniger als 5 % von FLCmin ist.

Prüfung stoppen

Durch „Prüfung stoppen“ wird der LTMR-Controller veranlasst, den Hauptschaltkreis kontinuierlich zu überwachen, um sicherzustellen, dass kein Strom fließt.

  • „Prüfung stoppen“ meldet eine Auslösung oder einen Alarm für „Prüfung stoppen“, wenn der Phasenstrom-Mittelwert länger als 0,5 Sekunden nach einem Stoppbefehl erkannt wird.

  • „Prüfung stoppen“ endet, wenn ein Laufbefehl ausgeführt wird.

Zeitliche Abfolge

Das nachfolgende Schaubild zeigt die zeitliche Abfolge für eine Prüfung des Start- bzw. des Stoppbefehls:

1 Normalbetrieb

2 Bedingung für Auslösungen oder Alarme

3 Der LTMR-Controller überwacht den Hauptschaltkreis, um zu prüfen, ob Strom anliegt.

4 Der LTMR-Controller überwacht den Hauptschaltkreis, um zu prüfen, ob kein Strom anliegt.

5 Der LTMR-Controller meldet eine Auslösung und/oder einen Alarm für die Prüfung des Startbefehls, wenn nach einer Sekunde kein Strom festgestellt wird.

6 Der LTMR-Controller meldet eine Auslösung und/oder einen Alarm für die Prüfung des Stoppbefehls, wenn nach einer Sekunde Strom festgestellt wird.

Das nachfolgende Schaubild zeigt die zeitliche Abfolge für „Prüfung ausführen“ bzw. „Prüfung stoppen“:

1 Normalbetrieb

2 Bedingung für Auslösungen oder Alarme

3 Sobald der Motor im Betriebszustand läuft, überwacht der LTMR-Controller den Hauptschaltkreis, um zu prüfen, ob Strom anliegt, bis ein Stoppbefehl gesendet oder die Funktion deaktiviert wird.

4 Der LTMR-Controller überwacht den Hauptschaltkreis kontinuierlich, um zu prüfen, ob kein Strom anliegt, bis ein Startbefehl gesendet oder die Funktion deaktiviert wird.

5 Der LTMR-Controller meldet eine Auslösung und/oder einen Alarm für „Prüfung ausführen“, wenn länger als 0,5 Sekunden kein Strom erkannt wird, ohne dass ein Stoppbefehl vorliegt.

6 Der LTMR-Controller meldet eine Auslösung und/oder einen Alarm für „Prüfung stoppen“, wenn länger als 0,5 Sekunden Strom gemessen wird, ohne dass ein Startbefehl vorliegt.

7 Weniger als 0,5 Sekunden lang fließt kein Strom.

8 Weniger als 0,5 Sekunden lang fließt Strom.

Verdrahtungsauslösungen

Beschreibung

Der LTMR-Controller prüft externe Verdrahtungsanschlüsse und meldet eine Auslösung, wenn er Verdrahtungsfehler oder Konflikte mit externer Verdrahtung feststellt. Der LTMR-Controller kann vier Verkabelungsfehler erkennen:

  • Stromwandler-Umkehr – Erkannter Fehler

  • Phasenkonfiguration – Erkannter Fehler

  • Erkannte Fehler in der Verdrahtung des Motortemperaturfühlers (Kurzschluss oder Drahtbruch)

Wenn der LTMR-Controller mit dem linken Port des LTME-Erweiterungsmoduls verbunden ist, ergibt die Frequenzmessung ein falsches Ergebnis. Aus diesem Grund sollte die LTMCC004-Anschlussbrücke verwendet werden, um Auslösungen zu vermeiden.

Auslösungserkennung aktivieren

Die Diagnose der Verkabelung wird mithilfe folgender Parameter aktiviert:

Schutz

Aktivierungsparameter

Einstellbereich

Werkseinstellung

CT-Umkehr

Verdrahtung – Auslösung aktivieren

  • Ja

  • Anz.

Ja

Phasenkonfiguration

Motorphasen, falls auf „1-phasig“ gesetzt

  • 1-phasig

  • 3-phasig

3-phasig

Verkabelung des Motortemperaturfühlers

Motortemperaturfühlertyp, falls für diese Einstellung ein Fühlertyp anstatt Keine ausgewählt wurde

  • Keiner

  • PTC binär

  • PT100

  • PTC analog

  • NTC analog

Keiner

Stromwandler-Umkehr – Erkannter Fehler

Wenn einzelne, externe Laststromwandler verwendet werden, müssen alle in der gleichen Richtung installiert werden. Der LTMR-Controller prüft die Stromwandlerverdrahtung und meldet einen erkannten Fehler, wenn er feststellt, dass einer der Stromwandler im Vergleich zu den anderen in der falschen Richtung verkabelt ist.

Diese Funktion kann aktiviert und deaktiviert werden.

Phasenkonfiguration – Erkannter Fehler

Der LTMR-Controller untersucht, ob alle drei Motorphasen auf Pegelstrom eingestellt sind, und prüft dann die Parametereinstellungen für die Motorphasen. Der LTMR-Controller meldet einen erkannten Fehler, wenn er Strom in Phase 2 feststellt und der LTMR -Controller für den einphasigen Betrieb konfiguriert ist.

Diese Funktion ist aktiviert, wenn der LTMR-Controller für den einphasigen Betrieb konfiguriert ist. Sie hat keine konfigurierbaren Parameter.

Motortemperaturfühler – Erkannte Fehler

Wenn der LTMR-Controller für den Schutz des Motortemperaturfühlers konfiguriert ist, bietet der LTMR Funktionen zur Erkennung von Kurzschlüssen und Drahtbrüchen für das Temperaturfühlelement.

Der LTMR-Controller signalisiert einen erkannten Fehler, wenn der berechnete Widerstand an den Klemmen T1 und T2:

  • unter den festen Schwellenwert für Kurzschlusserkennung fällt (Auslösungscode = 34) oder

  • den festen Schwellenwert für Kurzschlusserkennung überschreitet (Auslösungscode = 35)

Die Auslösung muss in Übereinstimmung mit dem konfigurierten Reset-Modus zurückgesetzt werden: Manuell, automatisch oder dezentral.

Die Schwellenwerte für Kurzschluss- und Drahtbrucherkennung haben keine Auslösezeitverzögerung. Der Kurzschluss- und Drahtbrucherkennung sind keine Alarme zugewiesen.

Die Erkennung von Kurzschlüssen und Drahtbrüchen des Motortemperaturfühlers ist für alle Betriebszustände verfügbar.

Dieser Schutz wird aktiviert, wenn ein Temperaturfühler eingesetzt und konfiguriert ist, und kann nicht deaktiviert werden.

Die Funktion „Motor Temperaturfühler“ verfügt über folgende Merkmale:

Kenndaten

Wert

Einheit

Ω

Normaler Betriebsbereich

15–6500 W

Genauigkeit

bei 15 Ω: +/– 10 %

bei 6500 Ω: +/– 5 %

Auflösung

0,1 Ω

Aktualisierungsrate

100 ms

Die festen Schwellwerts für Kurzschluss- und Drahtbrucherkennungsfunktionen lauten:

Erkennungsfunktion

Feste Resultate für „PTC binär“, „PT100“ oder „PTC/NTC analog“

Genauigkeit

Kurzschlusserkennung

Schwellwert

15 Ω

+/– 10 %

Erneutes Schließen

20 Ω

+/– 10 %

Drahtbrucherkennung

Schwellwert

6500 Ω

+/– 5 %

Erneutes Schließen

6000 Ω

+/– 5 %

Konfigurationsprüfsumme

Beschreibung

Der LTMR-Controller berechnet eine Prüfsumme aus Parametern, basierend auf allen Konfigurationsregistern. Der EEPROM-Code für erkannte Fehler (64) wird gemeldet.

Kommunikationsverlust

Beschreibung

Der LTMR-Controller überwacht die Kommunikation über:

  • den Netzwerk-Port

  • den HMI-Port

Einstellungen für den Netzwerk-Port

Der LTMR-Controller überwacht die Netzwerkkommunikation und erstellt sowohl einen Auslösungs- als auch einen Alarmbericht, wenn die Netzwerkkommunikation unterbrochen wird.

  • Auf LTMR-Ethernet-Controllern, die mit dem EtherNet/IP- oder Modbus/TC-Kommunikationsprotokoll konfiguriert sind, wird ein Kommunikationsverlust erkannt, wenn für einen Zeitraum, der dem Timeout für Kommunikationsverlust des Netzwerk-Ports entspricht, oder länger kein Datenaustausch mit der Primär-IP stattgefunden hat. Die Primär-IP muss konfiguriert werden, damit ein Kommunikationsverlust erfasst werden kann.

  • Bei LTMR Modbus-Controllern wird ein Kommunikationsverlust festgestellt, wenn über einen Zeitraum, der dem Timeout für Kommunikationsverlust des Netzwerk-Ports entspricht, oder länger kein Datenaustausch stattgefunden hat.

  • Bei LTMR-Controllern mit PROFIBUS DP, CANopen oder DeviceNet wird ein Kommunikationsverlust im Rahmen des Protokollmanagements ohne spezifische einstellbare Parameter erkannt.

Die Kommunikation über den Netzwerk-Port hat folgende konfigurierbare Einstellungen:

Parameter

Einstellbereich

Werkseinstellung

Netzwerk-Port – Auslösung aktivieren

Aktivieren/Deaktivieren

Sperren

Netzwerk-Port – Alarm aktivieren

Aktivieren/Deaktivieren

Sperren

Timeout für Kommunikationsverlust des Netzwerk-Ports (für Ethernet- und Modbus-Controller)

0,01–99,99 s

In Schritten von 0,01 s

2 s

Netzwerk-Port – Fallback-Einstellung*(1)

  • Halt

  • Betrieb

  • O.1, O.2 aus

  • O.1, O.2 ein

  • O.1 aus

  • O.2 aus

O.1, O.2 aus

Primär-IP-Adresse (nur für Ethernet-Controller)

0.0.0.0 bis 255.255.255.255

0.0.0.0

Parametereinstellungen für den HMI-Port

Der LTMR-Controller überwacht die Kommunikation über den HMI-Port und meldet sowohl einen Alarm als auch eine Auslösung, wenn mehr als 7 Sekunden lang keine gültige Kommunikation über den HMI-Port erfolgt.

Die Kommunikation über den HMI-Port hat folgende feste und konfigurierbare Einstellungen:

Parameter

Einstellbereich

Werkseinstellung

HMI-Port – Auslösung aktivieren

Aktivieren/Deaktivieren

Sperren

HMI-Port – Alarm aktivieren

Aktivieren/Deaktivieren

Sperren

HMI-Port – Fallback-Einstellung*

  • Halt

  • Betrieb

  • O.1, O.2 aus

  • O.1, O.2 ein

  • O.1 aus

  • O.2 aus

O.1, O.2 aus

Fallback-Bedingung

Wenn es zu einem Kommunikationsverlust zwischen dem LTMR-Controller und dem Netzwerk bzw. der HMI kommt, dann geht der LTMR-Controller in einen Fallback-Zustand über. Wenn die Kommunikation wiederhergestellt wird, wird die Fallback-Bedingung vom LTMR-Controller nicht mehr angewendet.

Wenn sich der LTMR-Controller im Fallback-Zustand befindet, wird das Verhalten der Logikausgänge O.1 und O.2 durch Folgendes festgelegt:

  • den Betriebsmodus (siehe Betriebsmodi)

  • die Parameter „Netzwerk-Port – Fallback-Einstellung“ und „HMI-Port – Fallback-Einstellung“

Zu den Fallback-Einstellungen können folgende Optionen gehören:

Port-Fallback-Einstellung

Beschreibung

Halt (O.1, O.2)

Weist den LTMR-Controller an, den Status der Logikausgänge O.1 und O.2 zum Zeitpunkt des Kommunikationsverlusts zu halten.

Betrieb

Weist den LTMR-Controller an, den Betriebsbefehl für eine 2-Schritt-Steuersequenz bei Kommunikationsverlust auszuführen.

O.1, O.2 Off

Weist den LTMR-Controller an, beide Logikausgänge O.1 und O.2 nach einem Kommunikationsverlust auszuschalten.

O.1, O.2 On

Weist den LTMR-Controller an, beide Logikausgänge O.1 und O.2 nach einem Kommunikationsverlust einzuschalten.

O.1 Ein

Weist den LTMR-Controller an, nur Logikausgang O.1 nach einem Kommunikationsverlust einzuschalten.

O.2 Ein

Weist den LTMR-Controller an, nur Logikausgang O.2 nach einem Kommunikationsverlust einzuschalten.

Die folgende Tabelle zeigt, welche Fallback-Optionen für den jeweiligen Betriebsmodus zur Verfügung stehen:

Port-Fallback-Einstellung

Betriebsmodus

Überlast

Unabhängig

Reverser

2-Schritt

2-Drehz.

Kundenspezifisch

Halt (O.1, O.2)

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Betrieb

Anz.

Anz.

Anz.

Ja

Anz.

Anz.

O.1, O.2 Off

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

O.1, O.2 On

Ja

Ja

Anz.

Anz.

Anz.

Ja

O.1 Ein

Ja

Ja

Ja

Anz.

Ja

Ja

O.2 Ein

Ja

Ja

Ja

Anz.

Ja

Ja

HINWEIS: Wenn Sie eine Einstellung für das Netzwerk- oder HMI-Fallback wählen, müssen Sie eine aktive Steuerungsquelle angeben.

Zeit bis Auslösung

Beschreibung

Wenn eine thermische Überlastbedingung vorliegt, dann meldet der LTMR-Controller die Zeit bis zur Auslösung im Parameter „Zeit bis Auslösung“, bevor die Auslösung auftritt.

Wenn keine thermische Überlastbedingung im LTMR-Controller vorliegt, dann zeichnet der LTMR-Controller den Wert 9999 für die Zeit bis zur Auslösung auf, um den Anschein eines Auslösezustands zu vermeiden.

Wenn der Motor über einen zusätzlichen Lüfter verfügt und der Parameter „Motor - Kühlung per Hilfslüfter“ gesetzt wurde, dann verkürzt sich die Kühlungszeit um das Vierfache.

Eigenschaften

Die Funktion „Zeit bis Auslösung“ verfügt über folgende Merkmale:

Kenndaten

Wert

Einheit

s

Genauigkeit

+/– 10 %

Auflösung

1 s

Aktualisierungsrate

100 ms

LTMR-Konfigurationsauslösung

Beschreibung

Der LTMR-Controller prüft die im Konfigurationsmodus eingestellten Parameter für Laststromwandler.

Eine LTMR-Konfigurationsauslösung wird erkannt, wenn die Parameter „Last Stromwandler – Primärstrom“, „Last Stromwandler – Sekundärstrom“ und „Last Stromwandler – mehrere Durchläufe“ nicht gültig sind, und es wird eine System- und Geräteüberwachungsauslösung ausgelöst. Sobald die Parameter richtig sind, wird die Auslösebedingung gelöscht. Solange die Parameter nicht gültig sind, bleibt der LTMR-Controller im Konfigurationsmodus.

LTME-Konfigurationsauslösung und -alarm

Beschreibung

Der LTMR-Controller prüft das Vorhandensein des LTME-Erweiterungsmoduls. Sollte dieses nicht vorhanden sein, wird eine System- und Geräteüberwachungsauslösung ausgelöst.

LTME-Konfigurationsauslösung

LTME-Konfigurationsauslösung:

  • Wenn LTME-basierte Schutzauslösungen aktiviert sind, aber kein LTME-Erweiterungsmodul vorhanden ist, dann löst dies eine LTME-Konfigurationsauslösung aus.

  • Eine Verzögerungseinstellung ist nicht vorhanden.

  • Die Auslösebedingung wird aufgehoben, wenn keine Schutzauslösung vorliegt, für die ein LTME vorhanden sein muss, oder wenn ein geeignetes LTME vorhanden ist und der LTMR aus- und wieder eingeschaltet wurde.

LTME-Konfigurationsalarm

LTME-Konfigurationsalarm:

  • Wenn LTME-basierte Schutzalarme aktiviert sind, aber kein LTME-Erweiterungsmodul vorhanden ist, dann löst dies einen LTME-Konfigurationsalarm aus.

  • Der Alarm wird aufgehoben, wenn kein Schutzalarm aktiviert ist, für den ein LTME vorhanden sein muss, oder wenn ein geeignetes LTME vorhanden ist und der LTMR aus- und wieder eingeschaltet wurde.

Externe Auslösung

Beschreibung

Der LTMR-Controller verfügt über eine externe Auslösefunktion, die in einem externen, an den Controller angeschlossenen System aufgetretene Fehler erkennt.

Eine externe Auslösung wird durch Einstellen eines Bits im „Register 1, Anwenderspezifische Logik“ ausgelöst (siehe nachfolgende Tabelle). Diese externe Auslösung versetzt den Controller auf der Grundlage verschiedener Systemparameter in einen Auslösezustand.

Eine externe Auslösung kann nur durch Löschen des externen Auslösebits im Register zurückgesetzt werden.

Externe Auslösung – Parametereinstellungen

Parameter

Beschreibung

Anwenderspez. Logik – Externe Auslösung – Befehl

Der Wert wird geschrieben.

Externe Systemauslösung

Lesen des Parameters „Anwendersp. Logik – Externe Auslösung – Befehl“

Auslösungscode

Die Nummer ist 16: Setzen der externen Auslösung durch ein mit dem Logik-Editor anwenderspezifisch angepasstes Programm

Zähler für Auslösungen und Alarme

Überblick

Der LTMR-Controller zählt die aufgetretenen Auslösungen und Alarme und und zeichnet diese Anzahl auf. Außerdem zählt er die Anzahl der automatischen Reset-Versuche. Diese Informationen sind zur Unterstützung der Systemleistung und -wartung zugänglich.

Die Zähler für Auslösungen und Alarme sind über folgende Geräte zugänglich:

  • einen PC, auf dem SoMove mit dem TeSys T DTM läuft

  • ein HMI-Gerät

  • eine SPS über den Netzwerk-Port

Zähler für Auslösungen und Alarme – Einführung

Alarmerkennung

Wenn eine Alarmerkennungsfunktion aktiviert ist, erkennt der LTMR-Controller einen Alarm sofort, wenn der überwachte Wert einen eingestellten Schwellenwert über- oder unterschreitet.

Auslösungserkennung

Der LTMR-Controller kann eine Auslösung erst erkennen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Zu diesen Voraussetzungen können zählen:

  • die Auslösungserkennungsfunktion muss aktiviert sein

  • ein überwachter Wert (z. B. Strom, Spannung oder thermischer Widerstand ) muss einen eingestellten Schwellwert übersteigen oder darunter abfallen,

  • der überwachte Wert muss für eine angegebene Zeitdauer ober- oder unterhalb des Schwellwerts liegen.

Zähler

Bei Erkennung einer Auslösung erhöht der LTMR-Controller mindestens zwei Zähler:

  • einen Zähler für die jeweilige Auslösung und

  • einen Zähler für alle Auslösungen

Wenn ein Alarm erkannt wird, erhöht der LTMR-Controller einen einzelnen Zähler für alle Alarme. Erkennt der LTMR -Controller jedoch einen Alarm aufgrund thermischer Überlast, erhöht er auch den Zähler für „Thermische Überlast – Alarm“.

Ein Zähler enthält einen Wert zwischen 0 und 65.535 und erhöht diesen um den Wert 1, wenn eine Auslösung, ein Alarm oder ein Reset-Ereignis erfasst wird. Ein Zähler stoppt die Erhöhung bei Erreichen eines Werts von 65.535.

Wird eine Auslösung automatisch zurückgesetzt, erhöht der LTMR-Controller nur den Zähler für Auto-Resets. Bei einem Ausfall der Spannungsversorgung bleiben die Zähler gespeichert.

Zählerlöschung

Alle Auslösungs- und Alarmzähler werden durch Ausführen von „Löschbefehl – Statistik“ oder „Löschbefehl – Alles“ auf 0 zurückgesetzt.

Zähler für alle Auslösungen

Beschreibung

Der Parameter „Auslösungszähler“ enthält die Anzahl der Auslösungen, die seit der letzten Ausführung des Löschbefehls für alle Statistiken aufgetreten sind.

Der Parameter „Auslösungszähler“ wird um den Wert 1 erhöht, wenn der LTMR-Controller eine Auslösung erkennt.

Zähler für alle Alarme

Beschreibung

Der Parameter „Alarmzähler“ enthält die Anzahl der Alarme, die seit der letzten Ausführung des Löschbefehls für alle Statistiken aufgetreten sind.

Der Parameter „Alarmzähler“ wird um den Wert 1 erhöht, wenn der LTMR-Controller einen Alarm erkennt.

Zähler Automatisches Rücksetzen

Beschreibung

Der Parameter „Autom. Rücksetzen – Zähler“ enthält die Anzahl der fehlgeschlagenen Versuche des LTMR-Controllers, eine Auslösung automatisch zurückzusetzen. Dieser Parameter wird für die drei Gruppen für Auslösungen von automatischem Rücksetzen verwendet.

Ist ein Versuch des automatischen Rücksetzens erfolgreich (Definition: dieselbe Auslösung tritt innerhalb von 60 Sekunden nicht erneut auf), wird dieser Zähler auf Null zurückgesetzt. Wird eine Auslösung manuell oder dezentral zurückgesetzt, erfolgt keine Erhöhung des Zählers.

Informationen zum Auslösungsmanagement finden Sie unter Auslösungsmanagement und Löschbefehle.

Zähler für Schutzauslösungen und -alarme

Schutzauslösungszähler

Die Schutzauslösungszähler umfassen:

  • Strom Phasenunsymmetrie – Auslösungszählung

  • Strom Phasenverlust – Auslösungszählung

  • Strom Phasenumkehr – Auslösungszählung

  • Erdschlussstrom – Auslösungszählung

  • Blockierung – Auslösungszählung

  • Schweranlauf – Auslösungszählung

  • Motortemperaturfühler – Auslösungszählung

  • Überleistungsfaktor – Auslösungszählung

  • Überstrom – Auslösungszählung

  • Überleistung – Auslösungszählung

  • Überspannung – Auslösungszählung

  • Thermische Überlast – Auslösungszählung

  • Unterleistungsfaktor – Auslösungszählung

  • Unterstrom – Auslösungszählung

  • Unterleistung – Auslösungszählung

  • Unterspannung – Auslösungszählung

  • Spannung Phasenunsymmetrie – Auslösungszählung

  • Spannung Phasenverlust – Auslösungszählung

  • Spannung Phasenumkehr – Auslösungszählung

Schutzalarmzähler

Der Parameter „Thermische Überlast – Zähler für Alarme“ enthält die Gesamtzahl aller Alarme für die Schutzfunktion bei thermischer Überlast.

Wenn ein Alarm, einschließlich des Alarms für thermische Überlast, auftritt, erhöht der LTMR-Controller den Parameter „Alarmzähler“.

Steuerbefehle – Auslösungszähler

Beschreibung

Eine Diagnose-Auslösung tritt auf, wenn der LTMR-Controller einen der folgenden erkannten Steuerbefehlsfehler erfasst:

  • Erkannte Fehler bei Prüfung des Startbefehls

  • Erkannte Fehler bei Prüfung des Stoppbefehls

  • Erkannte Fehler bei „Prüfung stoppen“

  • Erkannte Fehler bei „Prüfung ausführen“

Informationen zu diesen Steuerbefehlsfunktionen finden Sie unter Steuerbefehle – Auslösungsdiagnose.

Verdrahtung – Auslösungszähler

Beschreibung

Der Parameter „Verdrahtung – Auslösungszählung“ enthält die Gesamtzahl der folgenden Verdrahtungsauslösungen, die seit der letzten Ausführung des Statistiklöschbefehls aufgetreten sind:

  • Verdrahtungsauslösung, die ausgelöst wird durch Folgendes:

    • Stromwandler-Umkehr – Erkannter Fehler

    • Phasenkonfiguration – Erkannter Fehler

    • Erkannter Verdrahtungsfehler am Motortemperaturfühler

  • Spannungshasenumkehr – Auslösung

  • Stromphasenumkehr – Auslösung

Der LTMR-Controller erhöht den Parameter „Verdrahtung – Auslösungszählung“ immer dann um den Wert 1, wenn eine der drei zuvor genannten Auslösungen auftritt. Informationen zu erkannten Verdrahtungsfehlern und damit verbundenen Auslösungen finden Sie unter Verdrahtungsauslösungen.

Zähler für Kommunikationsverlust

Beschreibung

Erkannte Auslösungen für die folgenden Kommunikationsfunktionen:

Zähler

Inhalt

HMI-Port – Auslösungszählung

Gibt an, wie oft die Kommunikation über den HMI-Port verloren gegangen ist.

Netzwerk-Port – interne Auslösungszählung

Die Anzahl der im Netzwerkmodul aufgetretenen und vom Netzwerkmodul an den LTMR-Controller gemeldeten internen Auslösungen.

Netzwerk-Port – Konfiguration – Auslösungszählung

Die Anzahl der im Netzwerkmodul aufgetretenen und vom Netzwerkmodul an den LTMR-Controller gemeldeten schwerwiegenden Auslösungen, mit Ausnahme der internen Auslösungen des Netzwerkmoduls.

Netzwerk-Port – Auslösungszählung

Gibt an, wie oft die Kommunikation über den Netzwerk-Port verloren gegangen ist.

Zähler für interne Auslösungen

Beschreibung

Erkannte Auslösungen für die folgenden internen Auslösungen:

Zähler

Inhalt

Controller – interne Auslösungszählung

Die Anzahl der schwerwiegenden und geringfügigen internen Auslösungen.

Informationen zu internen Auslösungen finden Sie unter Controller – interne Auslösung.

Interner Port – Auslösungszählung

Die Anzahl interner Kommunikationsauslösungen des LTMR-Controllers, plus die Anzahl der fehlgeschlagenen Versuche, das Netzwerk-Kommunikationsmodul zu identifizieren.

Auslösungshistorie

Auslösungshistorie

Der LTMR-Controller speichert eine Historie von LTMR-Controller-Daten, die zum Zeitpunkt der letzten fünf Auslösungen aufgezeichnet wurden. Auslösung n-0 enthält die jüngste Auslösungsaufzeichnung, Auslösung n-4 die älteste noch gespeicherte Auslösungsaufzeichnung.

Jeder Auslösungsdatensatz enthält folgende Informationen:

  • Auslösungscode

  • Datum und Uhrzeit

  • Einstellwerte

    • Motor – Volllaststrom – Verhältnis (% FLCmax)

  • Messwerte

    • Niveau Wärmekapazität

    • Strommittelwert-Verhältnis

    • L1-, L2-, L3-Strom Verhältnis

    • % Erdschlussstrom

    • Max. Volllaststrom

    • Strom - Phasenunsymmetrie

    • Spannung - Phasenunsymmetrie

    • Leistungsfaktor

    • Frequenz

    • Motor Temperaturfühler

    • Spannungsmittelwert

    • L3-L1-Spannung, L1-L2-Spannung, L2-L3-Spannung

    • Wirkleistung

Motorhistorie

Übersicht

Der LTMR-Controller hält Daten zur Motorbetriebsstatistik nach und speichert sie.

Die Motorstatistik ist über folgende Einrichtungen zugänglich:

  • einen PC, auf dem SoMove mit dem TeSys T DTM läuft

  • ein HMI-Gerät

  • eine SPS über den Netzwerk-Port

Motor - Anlaufzähler

Beschreibung

Der LTMR-Controller verfolgt die Motoranläufe und speichert die Daten als Statistik, die dann zur Betriebsanalyse geladen werden kann. Die folgenden Statistikdaten werden geführt:

  • Motor - Anlaufzähler

  • Motor – Anlaufzähler LO1 (Starts Logikausgang O.1)

  • Motor - Anlaufzähler LO2 (Starts Logikausgang O.2)

Der Löschbefehl „Statistik“ setzt den Parameter „Motor - Anlaufzähler“ auf 0 zurück.

HINWEIS: Die Parameter „Motor - Anlaufzähler LO1“ und „Motor - Anlaufzähler LO2“ können nicht auf 0 zurückgesetzt werden, da sie zusammen die Verwendung der Relaisausgänge im Lauf der Zeit anzeigen.

Motor - Zähler Anläufe pro Stunde

Beschreibung

Der LTMR-Controller verfolgt die Zahl der Motoranläufe der vergangenen Stunde nach und speichert den Wert im Parameter „Motor – Zähler Anläufe pro Stunde“.

Der LTMR-Controller summiert die Anläufe in Abständen von 5 Minuten mit einer Genauigkeit von 1 Intervall (+ 0/– 5 Minuten). Das bedeutet, dass im Parameter die Gesamtzahl der Anläufe während der letzten 60 Minuten oder der letzten 55 Minuten gespeichert wird.

Diese Funktion dient als Wartungsfunktion, um thermische Belastungen des Motors zu vermeiden.

Kenndaten

Die Funktion „Motoranläufe pro Stunde“ verfügt über folgende Merkmale:

Merkmal

Wert

Genauigkeit

5 Minuten (+ 0/– 5 Minuten)

Auflösung

5 Minuten

Aktualisierungsrate

100 ms

Lastabwurf - Zähler

Beschreibung

Der Parameter „Lastabwurf - Zähler“ enthält die Häufigkeit, mit der die Lastabwurfschutzfunktion seit der letzten Ausführung des Statistiklöschbefehls aktiviert wurde.

Informationen zur Lastabwurfschutzfunktion finden Sie unter Lastabwurf.

Zähler für automatischen Neustart

Beschreibung

Es sind drei Typen von Zählstatistiken vorhanden:

  • Autom. Neustart - Zähler sofortiger Start

  • Autom. Neustart - Zähler verzögerter Start

  • Autom. Neustart – Zähler manueller Start

Informationen zur Schutzfunktion Automatischer Neustart finden Sie unter Automatischer Neustart.

Motor - Letzter Anlauf - Strom

Beschreibung

Der LTMR-Controller misst den maximalen Stromwert, der beim letzten Anlauf des Motors erreicht wurde, und meldet den Wert im Parameter „Motor – Letzter Anlauf – Strom“ für die Systemanalyse zu Wartungszwecken.

Dieser Wert kann auch zur Konfiguration der Einstellung für den Schweranlauf-Schwellwert in der Schutzfunktion „Schweranlauf“ verwendet werden.

Der Wert wird nicht im nicht-flüchtigen Speicher abgelegt: bei einem Aus- und anschließenden Wiedereinschalten geht er verloren.

Eigenschaften

Die Funktion „Letzter Anlauf - Strom“ umfasst folgende Merkmale:

Kenndaten

Wert

Einheit

% von FLC

Genauigkeit

  • +/– 1 % für Versionen mit 8 A und 27 A

  • +/– 2 % für Versionen mit 100 A

Auflösung

1% FLC

Aktualisierungsrate

100 ms

Motor - Letzter Anlauf - Dauer

Beschreibung

Der LTMR-Controller misst die Dauer des letzten Motoranlaufs und speichert den Wert im Parameter „Motor – Letzter Anlauf – Dauer“, damit er bei der Systemanalyse zu Wartungszwecken verwendet werden kann.

Dieser Wert kann auch bei der Einstellung des Timeouts für Schweranlauf-Verzögerung in den Schutzfunktionen „Schweranlauf“ und „Auslösung bei Überlast“ nützlich sein.

Der Wert wird nicht im nicht-flüchtigen Speicher abgelegt: bei einem Aus- und anschließenden Wiedereinschalten geht er verloren.

Kenndaten

Die Funktion „Motor - Letzter Anlauf - Dauer“ verfügt über folgende Merkmale:

Merkmal

Wert

Einheit

s

Genauigkeit

+/– 1%

Auflösung

1 s

Aktualisierungsrate

1 s

Laufzeit

Beschreibung

Der LTMR-Controller verfolgt die Motorlaufzeit nach und speichert den Wert im Parameter „Laufzeit“. Diese Informationen sind hilfreich bei der Planung von Arbeiten zur Motorwartung wie Schmierung, Inspektion und Austausch.

Systembetriebsstatus

Übersicht

Der LTMR-Controller überwacht den Motorbetriebszustand und die erforderliche Mindestverzögerung für einen Neustart des Motors.

Der Zugriff auf die Motorzustände erfolgt über:

  • einen PC, auf dem SoMove mit dem TeSys T DTM läuft

  • ein HMI-Gerät

  • eine SPS über den Netzwerk-Port

Motorstatus

Beschreibung

Der LTMR-Controller hält den Motorstatus nach und meldet die folgenden Stati durch Setzen der entsprechenden booleschen Parameter:

Motorstatus

Parameter

Betrieb

Motor - Betrieb

Ready

System bereit

Anlauf

Motor - Anlauf

HINWEIS: Der Status des Bits für „System bereit“ (455.0) verhindert nicht die Aktivierung der Ausgänge durch das System. Das Bit „System bereit“ wird nur für Rückmeldungen an die SPS verwendet.

Mindestverzögerung

Beschreibung

Der LTMR-Controller verfolgt die bis zum Neustart des Motors verbleibende Zeit in Abhängigkeit eines der folgenden Ereignisse:

Wenn mehr als ein Timer aktiv ist, zeigt der Parameter den maximalen Timerwert an, der die Mindestverzögerung für das Rücksetzen der Auslösereaktion oder der Steuerfunktion darstellt.

HINWEIS: Auch bei ausgeschaltetem LTMR wird die Zeit über mindestens 30 Min. nachgehalten.

Eigenschaften

Die Funktion „Autom. Rücksetzen – Min. Verzögerung“ verfügt über folgende Merkmale:

Kenndaten

Wert

Einheit

s

Genauigkeit

±1%

Auflösung

1 s

Aktualisierungsrate

1 s

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