DOCA0172DE-12

Modbus SL-Kommunikation

Einführung

Panel Server Universal und Advanced sind Modbus SL-Clients und können mit jedem beliebigen Modbus SL-Server verbunden werden. Der Panel Server fungiert als Modbus-Gateway und ermöglicht einer vorgeschalteten Software, wie EcoStruxure Power Monitoring Expert und EcoStruxure Power Operation , die Modbus TCP/IP-Kommunikation verwendet, den Zugriff auf Modbus SL-Geräte.

Der Panel Server ist außerdem in der Lage, Daten von den Modbus SL-Geräten für die Veröffentlichung in einer Cloud-Anwendung oder für die Historisierung durch den Energieserver in einem Panel Server Advanced zu erfassen.

Modbus SL-Servergeräte werden dem EcoStruxure Panel Server nachgeschaltet.

Weitere Informationen finden Sie unter Modbus SL-Funktionen und Modbus SL-Ausnahmecodes im Anhang.

Der serielle Panel Server -Modbus-Port kann im Umkehrmodus konfiguriert werden (siehe Modbus SL-Umkehrmodus).

Verfügbarkeit

Diese Funktion ist verfügbar mit Panel Server Universal und Advanced .

Einstellen der Parameter

HINWEIS
BEEINTRÄCHTIGUNG DER NETZWERKLEISTUNG
Die Modbus SL-Einstellungen dürfen nur von qualifiziertem Personal geändert werden. Nehmen Sie diese Änderungen erst vor, nachdem Sie sich über die Modbus SL-Einstellungen informiert und diese verstanden haben.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann einen Verlust der Netzwerkkonnektivität zur Folge haben.
Die Modbus SL-Kommunikationsfunktion wird wie folgt eingestellt:
  • Mit der Software EcoStruxure Power Commission (EPC)

  • Auf den EcoStruxure Panel Server -Webseiten unter Einstellungen > Modbus-Geräte > Modbus-Konfiguration .

Informationen zu den Modbus-Registern finden Sie im Handbuch jedes Modbus SL-Geräts und in der EcoStruxure Panel Server  - Modbus File DOCA0241EN für Wireless-Geräte.

Einstellungen für den Modbus Serial-Modus

In der folgenden Tabelle werden die Einstellungen und ihre Verfügbarkeit beschrieben.

Parameter Beschreibung Software EPC Webseiten
Modbus-Modus Ermöglicht die Auswahl der Konfiguration des Modbus SL-Modus:
  • Client (Standardeinstellung)

  • Server

Einstellungen zur Konfiguration des Modbus Serial-Clients

Die folgenden Parameter werden nur angezeigt, wenn der Parameter des Modbus SL-Modus auf Client eingestellt ist.

In der folgenden Tabelle werden die Einstellungen und ihre Verfügbarkeit beschrieben.

Parameter Beschreibung Software EPC Webseiten
Aktivierung Ermöglicht die Aktivierung/Deaktivierung der Modbus SL-Funktion (standardmäßig aktiviert).
Baudrate (Bits pro Sek) Wird verwendet, um die Übertragungsrate festzulegen:
  • 1200

  • 2400

  • 4800

  • 9600

  • 19200

    (Standardeinstellung)
  • 38400

  • 57600

  • 115200

Parität Ermöglicht die Definition des Paritätsbits der übertragenen Bytes:
  • Ungerade

  • Keine

  • Gerade (Standardeinstellung)

Anzahl der Bits 8 Bits. Die Einstellung kann nicht bearbeitet werden.
Anzahl der Stoppbits

Ermöglicht die Festlegung der Anzahl der übertragenen Stoppbits: 1 oder 2 (Standardeinstellung: 1)

Lautlos Intervall (ms)

Ermöglicht die Definition des Ruheintervalls nach dem Ende einer Modbus SL-Paketkommunikation.

Werte von 0 bis 10 ms (Standardeinstellung: 5 ms)

Frame-Verzögerung (ms)

Ermöglicht die Definition des minimalen Ruheintervalls zwischen dem Ende einer erhaltenen Antwort und dem Anfang eines neuen Requests auf der seriellen Leitung.

Werte von 0 bis 100 ms (Standardeinstellung: 50 ms)

HINWEIS: Der Wert der Frame-Verzögerung muss mit der Frame-Verzögerung des Endgeräts übereinstimmen. Beispiel: Wenn die Frame-Verzögerung des Endgeräts gleich 50 ms ist, stellen Sie 50 ms am Panel Server ein). Es kann zu Datenverlusten kommen, wenn diese Werte nicht übereinstimmen.
Timeout (ms)

Wird verwendet, um den Timeout-Wert festzulegen, nach dem vom EcoStruxure Panel Server ein Kommunikationsverlust gemeldet wird.

Werte von 100 bis 320.000 ms (Standardeinstellung: 3.000 ms)

Abschlusswiderstand

Dient zum Verbinden/Trennen des in den Panel Server integrierten RS485-Abschlusswiderstands, um Reflektionen zu verhindern. (Standardmäßig Verbinden)

Polarisierung der seriellen Leitung

Ermöglicht die Aktivierung/Deaktivierung der Forcierung der Übertragungsleitung in einen bekannten Status, um ungültige Datenbits zu verhindern (standardmäßig aktiviert). Die Übertragungsleitung zum RS485-Port geht in einen unbestimmten Zustand über, wenn keine Übertragung erfolgt. Dieser unbestimmte Zustand verursacht den Empfang ungültiger Datenbits, die vom Rauschen im Kabel stammen.

Einstellungen zur Konfiguration des Modbus Serial-Servers

Die folgenden Parameter werden nur angezeigt, wenn der Parameter des Modbus SL-Modus auf Server eingestellt ist.

In der folgenden Tabelle werden die Einstellungen und ihre Verfügbarkeit beschrieben.

Parameter Beschreibung Software EPC Webseiten
Baudrate (Bits pro Sek) Wird verwendet, um die Übertragungsrate festzulegen:
  • 1200

  • 2400

  • 4800

  • 9600

  • 19200

    (Standardeinstellung)
  • 38400

  • 57600

  • 115200

Parität Ermöglicht die Definition des Paritätsbits der übertragenen Bytes:
  • Ungerade

  • Keine

  • Gerade (Standardeinstellung)

Anzahl der Bits 8 Bits. Die Einstellung kann nicht bearbeitet werden.
Anzahl der Stoppbits

Ermöglicht die Festlegung der Anzahl der übertragenen Stoppbits: 1 oder 2 (Standardeinstellung: 1)

Lautlos Intervall (ms)

Ermöglicht die Definition des Ruheintervalls nach dem Ende einer Modbus SL-Paketkommunikation.

Werte von 0 bis 10 ms (Standardeinstellung: 5 ms)

Frame-Verzögerung (ms)

Ermöglicht die Definition des minimalen Ruheintervalls zwischen dem Ende einer erhaltenen Antwort und dem Anfang eines neuen Requests auf der seriellen Leitung.

Werte von 0 bis 100 ms (Standardeinstellung: 50 ms)

HINWEIS: Der Wert der Frame-Verzögerung muss mit der Frame-Verzögerung des Endgeräts übereinstimmen. Beispiel: Wenn die Frame-Verzögerung des Endgeräts gleich 50 ms ist, stellen Sie 50 ms am Panel Server ein). Es kann zu Datenverlust kommen, wenn diese Werte nicht übereinstimmen.
Abschlusswiderstand

Dient zum Verbinden/Trennen des in den Panel Server integrierten RS485-Abschlusswiderstands, um Reflektionen zu verhindern. (Standardmäßig Verbinden)

Polarisierung der seriellen Leitung

Ermöglicht die Aktivierung/Deaktivierung der Forcierung der Übertragungsleitung in einen bekannten Status, um ungültige Datenbits zu verhindern (standardmäßig aktiviert). Die Übertragungsleitung zum RS485-Port geht in einen unbestimmten Zustand über, wenn keine Übertragung erfolgt. Dieser unbestimmte Zustand verursacht den Empfang ungültiger Datenbits, die vom Rauschen im Kabel stammen.

Nachrichten-Timeout (ms)

In der Modbus-Netzwerkkonfiguration können Sie die Dauer des Nachrichten-Timeouts für den Modbus SL-Server festlegen.

Einstellung, die die Lebensdauer eines Modbus-Requests im Panel Server vorgibt. Alle Nachrichten, die älter als diese Einstellung sind, werden gelöscht.

Werte von 1000 bis 32000 ms (Standardeinstellung: 6000 ms)

Der Wert, den Sie für den Modbus SL-Server einstellen, muss die beiden folgenden Bedingungen erfüllen:

  • Entspricht dem Nachrichten-Timeout, der im vorgeschalteten Modbus-Client (SCADA-System oder ein anderer Panel Server ) definiert ist.

  • Ist höher als der im Panel Server in den Modbus-Client-Einstellungen definierte Timeout (Modbus TCP/IP und Modbus SL).

Einstellungen für die Modbus-Erkennung

In der folgenden Tabelle werden die Einstellungen und ihre Verfügbarkeit beschrieben.

Parameter Beschreibung Software EPC Webseiten

Serielle Modbus Erkennung

Wird zur Eingabe der Liste der Modbus-Adressen (1-254) verwendet, für die die Geräte erkannt werden müssen.

* *

Tabelle der erkannten Geräte

Zeigt Informationen zu jedem Gerät an, das im Modbus SL-Netzwerk erkannt wurde:

  • Bild
  • Gerätename
  • Server-ID

Manuell hinzufügen

Wird für die manuelle Eingabe von Modbus SL-Geräten verwendet:

  • Geben Sie die physische Server-ID/Geräte-ID ein.
    Im Verlauf des Vorgangs wird eine virtuelle Server-ID zugewiesen.

  • Wählen Sie den Gerätetyp in der Dropdown-Liste aus.

*

Modbus SL-Umkehrmodus

Der serielle Panel Server -Modbus-Port kann im Umkehrmodus konfiguriert werden. Der Modbus SL-Umkehrmodus ermöglicht es jedem mit dem RS485-Port verbundenen Modbus-Client (z. B. SCADA), mittels der virtuellen Modbus-ID des Wireless-Geräts auf Daten von Modbus-TCP/IP-Geräten, die mit dem ETH1- und/oder ETH2-Ethernet-Port verbunden sind, und von allen zugehörigen Wireless-Geräten zuzugreifen, wie in diesem Diagramm gezeigt:

Serielles Modbus-Leitungsnetzwerk
Ethernet-Netzwerk

Der Modbus SL-Umkehrmodus kann auf den Panel Server -Webseiten unter Einstellungen > Modbus-Geräte eingestellt und überwacht werden. Ändern Sie in der Modbus-Konfiguration den Modbus-Modus von Client zu Server.

I/O Smart Link -Modbus-Einstellungen

Wenn Sie die Einstellungen eines I/O Smart Link -Modbus-Geräts über die Software EcoStruxure Power Commission oder die Smartlink SIB-Webseiten konfigurieren oder ändern und dann eine Verbindung zu den Panel Server -Webseiten herstellen, müssen Sie die I/O Smart Link -Modbus-Einstellungen auf der Panel Server -Webseite aktualisieren, um die Konfiguration zu synchronisieren.

Es dauert ungefähr eine Minute, um die Anzeige der I/O Smart Link -Modbus-Konfiguration auf den Panel Server -Webseiten auf den neuesten Stand zu bringen. Während der Synchronisierung können Sie durch die anderen Panel Server -Webseiten navigieren.

Zwei I/O Smart Link -Modbus-Geräte können nicht gleichzeitig synchronisiert werden.

Wenn Sie eine Synchronisierung gestartet haben, können Sie den Vorgang nicht abbrechen.

I/O Smart Link -Modbus-Steuerung

Über die Panel Server -Webseiten kann ein Ausgangs-Steuerbefehl gesendet werden. Diese Funktion wird zur Steuerung nicht kritischer elektrischer Lasten verwendet.

QR Code is a registered trademark of DENSO WAVE INCORPORATED in Japan and other countries.

War das hilfreich für Sie?